Dienstag, 17. Juli 2012

Creadienstag #1

Heute zeig ich euch mal eine Jahrtausend alte Handarbeitstechnik.  

Das Nadelbinden.

Das Nadelbinden ist eine weltweit verbreitete Handarbeitstechnik, die in Europa fast vergessen ist. Hierbei werden Schlingen auf dem Daumen und hinter dem Daumen verknotet. Es gibt dabei unterschiedliche Stiche. Am besten vergleichen lässt es sich  mit einzelnen Stickstichen verbunden mit einzelnen Elementen aus dem  Häkeln. 

Klingt jetzt irgendwie verwirrent, gell?
 Ist es  aber gar nicht. Ist nur schwer zu erklären.Ich probiersmal an einem Beispiel:

Man hat einen Grundstich, den man "nadelt". Soll das ganze, z.B. eine Mütze werden, arbeitet man den Stich in Spiralen wie beim Häkeln. Die Zunahmen und Abnahmen beim Nadelbinden werden auch wie beim Häkeln vorgenommen.

Ich hoffe das ist jetzt etwas verständlicher. 
Vielleicht hift auch das ein oder andere Bild


Hier mal ohne Hand

Das ist die Handhaltung für Linkshänder.


Wen jetzt die Neugier gepackt hat, kann sich hier weiter Infos dazu holen:


Ulrike Claßen-Büttner hat auch ein Buch zum Thema geschrieben, das ich nur empfehlen kann.





Es gibt auch zahlreiche Videos auf Youtube unter dem Suchebegriff  "Nadelbinden"

 Jetzt aber zu meinem genadelten Werken. Es sind...



...Armbänder im Oslostich.

 Gearbeitet wurde mit Resten der Recotten-Wolle bzw. Zpagetti-Wolle.
 (Übrigens: Buttinette bietet diese Art Garn jetzt auch an)

Eure Annika



Kommentare:

  1. Tolle Armbänder - und vielen Dank für die Info über das Nadelbinden! Für´s Stricken lernen fehlte mir bislang die Geduld, aber vielleicht ist das ja mal eine Alternative...
    Viele Grüße,
    Antje

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  2. Sieht richtig schick aus wenns fertig ist. Werd ich mal probieren. Bin nun Leser auf deinem Blog, würde mich über Gegenverfolgung freuen.

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  3. wow..... ich habe erst von einigen tagen mit häkeln angefangen und schon das nächste entdeckt dass ich unbedingt mal machen muss.
    du hast hiermit eine neue leserin!

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  4. Freut mich, dass du jetzt mal öfter vor bei schauen wirst.

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